Besuch des Bezirksapostel R. Krause und des Apostels D. Schulz

Seit Wochen haben wir den Besuch unserer Apostel mit Spannung erwartet. Am Mittwoch den 18.03.2015 war es dann endlich soweit.

Dem Gottesdienst lag das Textwort aus Kolosser 3 Vers 15 zugrunde:

"Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen,
zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar."

So drehte sich dann auch alles um den Frieden! (Nachfolgend eine Zusammenfassung aus der Erinnerung, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.)

"Wer steht vor Deiner Herzenstür und bittet lass mich ein?" Zunächst nahm der Bezirksapostel die Gedanken des Chorliedes auf, das zu Beginn des Gottesdienstes erklang. Wir müssen den Herrn, der vor unserer Herzenstür steht und um Einlass bittet, hinein lassen. Es ist nicht nur so, dass wir dem Herrn Bitten vortragen, sondern auch Gott hat eine Bitte an uns: er möchte in unsere Herzen Einzug halten. Auch wenn in unserem Leben nicht alles nach unseren Vorstellungen verläuft und auch wenn wir schwierige unschöne Situationen zu durchleben haben, so möchte Gott dennoch, dass wir Frieden in uns haben. Auch bei Sorgen können wir uns sicher sein, dass Gott uns begleitet. Diese Sicherheit schafft dann Frieden in uns.

Verpflichtung zum Frieden - Frieden schaffen und halten: Der Frieden soll in uns regieren. Es ist unsere Aufgabe als Christen Frieden zu schaffen und zu halten. Oftmals entsteht ein Zaun der Feindschaft zwischen Mitmenschen. Manchmal werden hohe  Gartenzäune zwischen Nachbarn errichtet, weil man sich nicht versteht. Solche Zäune schaffen keinen wirklichen Frieden, sondern sie trennen.

Jesus hat den Zaun der Feindschaft durch seinen Opfertod eingerissen, dadurch sind wir nicht mehr getrennt von Gott.

Mit Frieden regieren: Wir sollen mit Frieden regieren. Das bedeutet, dass wir mit Frieden Entscheidungen treffen sollen. Das erreicht man, wenn man sich bei zu treffenden Entscheidungen an das Wesen Christi anlehnt. Dann regiert er in uns. Fragen wir uns immer, was würde Jesus jetzt tun? Wie würde er entscheiden?

Das Bild des Friedens an uns: Der zum Mitdienen aufgeforderte Bezirksälteste Babbel wies darauf hin, dass das Bild des Friedens an uns sichtbar sein soll. Es ist nicht wichtig, dass der Nächste so ist, wie wir ihn haben möchten; sondern so wie Jesus und Gott es wollen. Eine derartige Einstellung zu unserem Nächsten schafft Frieden in uns.

„ Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert!“ (Matthäus 10, 34)
Diesen Ausspruch von Jesus erläuterte der Bezirksapostel Krause wie folgt: Das bedeutet, dass wir auch für den Frieden „kämpfen“ müssen. Das wir etwas dafür tun müssen. Wenn die Eltern im Kinderzimmer Streit hören, dann bleiben sie nicht im Wohnzimmer sitzen und beten dafür, das wieder Frieden unter den Kindern einkehren möge, sondern sie gehen zu den Kindern hin und handeln.

Ausrichten nach den Willen Gottes – Veränderungen durchführen:  Etwas für den Frieden tun meint auch, sich nach dem Willen Gottes ausrichten. Die Kirche Christi muss sich nach dem Haupt ausrichten. Wenn der Wille Gottes erkannt wird, dann macht das auch erforderlich, dass man Veränderungen durchführt. Es sind gelegentlich Korrekturen notwendig. So wie zum Beispiel, die Einstellung der NAK zu anderen Christlichen Gemeinschaften und Kirchen. Die Haltung der NAK in der Vergangenheit musste korrigiert werden. Auch in anderen christlichen Gemeinschaften wirkt der Heilige Geist. Die Anerkennung des einheitlichen christlichen Glaubens in wichtig.

Dankbarkeit: Durch unseren Stammapostel wird ein zeitgemäßes Wort verkündet, das die Notwendigkeit von Veränderungen deutlich macht. Wir können dankbar sein für diese Veränderungen. Wir können aber auch dankbar sein für das, was geblieben ist, was sich nicht verändert. Wie zum Beispiel die Feier des Heiligen Abendmahles für die Entschlafenen oder das Sakrament „Heilige Versiegelung“ (Gabe des Heiligen Geistes). Die Grundfeste unseres neuapostolischen Glaubens bestehen weiterhin.

Spendung der Gabe des Heiligen Geistes – Versiegelung: Zu unserer aller Freude konnten wir, am Ende des Gottesdienstes die Versiegelung der kleinen Stella erleben.

Der Gemeindechor und das Gemeindeorchester umrahmten den Gottesdienst mit schönen passenden Liedern. Besonders beeindruckte der Chor mit einem beschwingenden Schlusslied.

Apostel Schulz – der nicht mitgedient hatte – hatte den Glaubensgeschwistern beim Verabschieden manch ein persönliches Wort entgegen gebracht. Am Altar als Dienstleiter können wir ihn in Kürze am 26.04.2015 in Achim erleben. Dann wird er dort den Konfirmationsgottesdienst für die Gemeinden Achim und Verden halten.

Voller Freude und Frieden haben wir den Abend genossen und ein Strahlen mit in den Rest der Woche genommen. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden!