Apostelbesuch in Verden

Alle Anwesende erlebten am Sonntag den 23.10.2016 einen Apostelbesuch bei dem „viel getan wurde“.

Der kurzen, aber inhaltsreichen Predigt des Apostels, lag folgendes Textwort aus dem Evangelium des Johannes, Kapitel 13, Vers 12 zu Grunde:

„Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach abermals zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe?“

Das Textwort beschreibt die Situation des letzten Abendmahles vor Jesu Kreuzestod, als Jesus seinen Jügern die Füße wusch. Durch dieses Beispiel wollte er zeigen, dass auch die Jünger untereinander zum Dienen bereit sein müssen. Petrus war erstaunt über die Tatsache, dass Jesu sich erniedrigte, um ihm die Füße zu waschen. Daraufhin antwortete Jesu: „ Wenn ich Dich nicht wasche, hast Du kein Teil an mir!“

Wir müssen uns reinigen lassen, um in den Genuss der Gemeinschaft mit Gott zu gelangen. Dieses kann heutzutage durch die Aufnahme des Wortes Gottes in den Gottesdiensten und die Teilnahme an Sakramenten und Segenshandlungen geschehen.

Nehmen wir uns immer mal wieder die Zeit und Ruhe, um darüber nachzudenken, was er uns getan hat!

So sollte auch im heutigen Gottesdienst „einiges getan werden“!

Neben der Sündenvergebung und der Feier des heiligen Abendmahles, die in jedem Gottesdienst üblich sind, folgte heute das Sakrament der Heiligen Versiegelung, die Spendung des Segens zur Silberhochzeit, sowie die Inruhesetzung eines Priesters.

Jede einzelne Handlung bekam ihren persönlichen Raum, so dass sich der Segen Gottes ungehindert entfalten konnte. Aus der Gemeinde Bremen-Osterholz war eine Familie zugegen, um für ihren jüngsten Sohn die Heilige Versiegelung durchführen zu lassen.

Die Spendung des Segens zur Silberhochzeit wurde durch einen besonderen musikalischen Beitrag eingeleitet. Es wurde das „Hohelied der Liebe“ mit Gesang und Klavierbegleitung eindrucksvoll vorgetragen. Es war nicht nur für das Silberbrautpaar ein ergreifender Moment, sondern stellte einen würdevollen Rahmen für alles da, „was uns an diesem Tag getan wurde“!

In Liebe, hat auch viele Jahre der Priester Juri Steinbring gedient, der am Ende des Gottesdienstes mit dankbaren Worten in den Ruhestand versetzt wurde.

Beim Verabschieden gab es viele gute Wünsche und vor allen Dingen für das Silberpaar gute Tipps zum weiteren Eheleben.

 

Das Hohelied der Liebe aus 1. Korinther Kapitel 13

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.

Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf,

sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,

sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;

sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

Die Liebe hört niemals auf!